Schlacht um die Ebene der Trauer

Prolog

Lord Celestant Invictus blickte auf die Ebene unter ihm hinab. Nur noch diese Ebene und Ghyran ist von der Skavenflut vorerst geschützt. Wenn sie es schafften diese Ebene zu sichern, wären die inneren Reiche Ghyrans vorerst sicher.

Er hielt Ausschau nach Anzeichen des Feindes, ein schnelles Huschen im Schatten oder vielleicht auch der Geruch von nassem Fell. Was er jedoch zuerst entdeckte war etwas weitaus weniger subtiles. Am Ende der Ebene entdeckter er eine der abscheulichsten Kreationen des Clan Moulder. Eine Hell Pit Abomination. Ein riesiger Fleischhaufen, gespickt mit Metall, der augenscheinlich jeden Augenblick in sich zusammenfallen würde.
„Brüder! Der Feind ist nah und scheint sich seiner Sache sicher zu sein! Doch wir werden ihm zeigen, was es heißt gegen den Sturm zu kämpfen!“

Skar Ringelschwanz war die Kämpfe mit den in Gold getauchten Statuen langsam überdrüssig. Den letzten Kampf hatte er kaum gewonnen und eigentlich hatte er nicht vor, so bald wieder gegen diese in Blitze gehüllten Menschen zu kämpfen, aber sie ließen einfach nicht locker. „Was sollen wir tun-machen, Skar?“, fragte Lusch Blitzseher. Er war ein Warlock Engineer, dessen Zauberei mal gut und mal weniger gut funktionierte.

Seine Warpsteinabhängigkeit wird dieser feigen Ratte noch das Leben kosten. „Natürlich werden wir kämpfen- töten, du feiges Getier! Schrieek! Mach die Hell Pit Abomination bereit, wollen wir diesen Menschendingern mal Angst-Furcht einjagen!“

„Vandus, mein guter Freund, nimm du dir die Hälfte der Liberators und kümmere dich um die rechte Flanke.“, sagte Invictus, als er mit seinem alten Freund und Wegbegleiter Vandus Hammerhand den Schlachtplan durchging. „ Gewiss doch, aber ich bezweifle, dass die Hell Pit Abomination das einzige ist, was uns dort erwartet.“, antwortete Vandus mit klarer Stimme und Sorgenfalten auf der Stirn. Invictus ging in Gedanken die ihm zur Verfügung stehenden Truppen durch. „Die Retributors werden sich um diese Abscheulichkeit kümmern.

Sie werden wie Blitze vom Himmel schießen und diese erbärmlichen Ratten wissen gar nicht wie ihnen geschieht. Ich werde mit der anderen Hälfte der Liberators die linke Flanke sichern. Die Vanguard Raptors bleiben in sicherer Entfernung und werden von den Gryph-Hounds bewacht, falls wieder diese Stormfiends aus dem Boden schießen.“

Vandus Hammerhand lief im Kommandozelt auf und ab, während Invictus ihm die Taktik der Schlacht dabot. „ Es ist ein riskantes Vorgehen, ich hoffe zu meinem Wohl, dass die Retributors rechtzeitig eintreffen.“. Er lächelte als er diese Worte sprach, seine Augen waren jedoch von Sorge erfüllt. „ Keine Sorge, mein Freund,“ sagte Invictus während er ihm auf die Schulter klopfte, „wir werden diese Ratten endlich vertreiben und Ghyran wird wieder sicher sein.“

„Lauft-rennt ihr Rattenwürmer!“, Skar Ringelschwanz schrie seine Befehle zu den Clanrats, die daraufhin mit eingezogenen Schwänzen auf ihre Positionen huschten. „ Meinst-denkst du, dass das funktionieren wird?“ fragte Lusch Blitzseher aus sicherer Entfernung, während er auf einem kleinen Stück Warpstein kaute. Skar funkelte ihn an und verfluchte diese feige Ratte dafür an den nötigen Sicherheitsabstand gedacht zu haben.

Anscheinend hat der Warpsteinkonsum sein Hirn noch nicht komplett zu Brei werden lassen. „ Zweifelst du an mir?!“ , fauchte er, und war zufrieden als er den Angstmoschus des Warlock Engineers roch. „Natürlich wird das klappen. Diese Menschendinger werden ihre größten Bemühungen auf die Abomination richten, wodurch das Doomwheel freie Fahrt haben wird. Und wenn sie denken, sie hätten alles gesehen, buddeln-bohren sich die Stormfiends hinter ihren Reihen frei und schießen-töten alles“.

Lusch Blitzseher kroch aus dem Schatten wieder hervor „ Nein-nicht niemals würde ich an dir Zweifeln. Die gehörnte Ratte wacht über dich. Aber erlaube mir eine Frage. Was tun-machen wir, wenn die Abomination fällt?“. Skar gefiel es nicht, dass der Engineer sich so viele Gedanken um die Taktik machte. Sollte er doch lieber weiter seinen Warpstein lutschen. Aber die Anmerkung war nicht falsch. Wenn die Abomination fiele, wäre die komplette linke Flanke frei, was den sicheren Tod bedeuten würde.

Andererseits musste er dieses Risiko eingehen, da er seine Truppen nicht noch weiter aufsplitten konnte. „ Wie du schon sagtest, die gehörnte Ratte wacht über mich, und sie wird dafür sorgen, dass die Abomination standhält und diese Strahlemänner ablenkt-aufhält.“.

Der Anfang des Sturms ( Runde I )

Die Truppen von Lord Celestant Invictus standen bereit und warteten auf den Beginn der Schlacht. Die Rechte Flanke brach in frenetisches Gebrüll aus, als der Kampfschrei von Vandus Hammerhand den Boden erzittern ließ. Invictus lief mit seinen Männern in Richtung des nahen Waldes, da er dort einen Hinterhalt dieser gerissenen Ratten vermutete.

Um sich einen Überblick zu verschaffen, ritt Vandus Hammerhand voraus,vorbei an verfallenen Ruinen. Und dann sah er sie, eine Horde von Clanrats, zusammengerottet zu einem Mob aus Stahl und Zähnen. Gewiss, sie waren keine guten Kämpfer, aber das glichen sie durch ihre schiere Masse aus.

Zwischen ihnen konnte er ihren Anführer erspähen, eine etwas größere Ratte mit klugem Blick, in dem man die hinterhältige Schläue eine Skavengenerals erahnen konnte.

Zur Vandus Rechten konnte er die Abomination ausmachen und er betete zu Sigmar, dass die Retributors sich um diese Abscheulichkeit kümmern würden.

Als hätte Sigmar seine Gebete erhört, krachten auf einmal Blitze vom Himmel und schlugen unweit der Abomination ein. Jetzt war sich Vandus sicher, dass sie diese Schlacht gewinnen wüden und wurde von noch größerem Eifer gepackt. Sein Dracoth Calanx schoss ein Sturmodem in Richtung der Abomination und verwundette diese schwer.

Kurz darauf trafen die ersten Geschosse der Vanguard Raptors ihr Ziel und schwächten die Abomination weiter. Er blickte wieder in Richtung der Clanratten vor ihm und konnte seinen Augen kaum trauen. Die andere Einheit der Vanguard Raptors hatte ihre komplette Feuerkraft auf die Clanratten gerichtet und was nicht im Bolzenhagel gestorben war, floh und quiekte vor Angst.

Das war der Moment in dem Vandus Hammerhand seine Chance sah. Er trieb sein Reittier voran um den General dieser Meute auszuschalten. Sein Liberatorgefolge, war jedoch zu weit weg und konnte Vandus nicht erreichen.

Unterdessen kämpften die Retributors gegen die Abomination und ließen sie den Zorn Sigmars spütren, bis sie unter den Hammerschlägen zusammenbrach. Doch der Jubel blieb ihnen im Hals stecken, als sie plötzlich anfing sich zu winden und unter unnatürlichen Zuckungen litt. Der Packmaster hinter der Abomination brach in schrilles Gelächter aus und schrie „ Die gehörnte Ratte wacht über uns! Die Abomination leeeebt, sie leeeeeeebt! Nun werdet ihr zerfetzt-getötet!“

Vandus Hammerhand konnte nicht glauben was er dort sah, eben wollte er noch Sigmar danken, dass dieses Ungeheuer gefallen war und plötzlich steht es wieder auf. Davon abgelenkt, bemerkte er nicht, wie der General der Ratten versuchte seine Warpklinge an der Rüstung vorbeizulenken. Zu Vandus Glück hat Calanx besser aufgepasst und lenkte den Schlag der hinterhältigen Ratte ab.

Husch-husch, tötet-tötet!

Skar Ringelschwanz konnte seinen Augen nicht glauben, als er sah wie die Abomination unter den Hammerschlägen dieser in Blitz gehüllten Statuen fiel.

Er hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, als sich die gehörnte Ratte gnädig erwies und die Abomination weiter lebte. Zwar nicht in voller Pracht, aber immer noch stark genug um diesen Menschendingern ordentlich Probleme zu bereiten und sie weiter zu beschäftigen.

Er ermutigte seine verbliebenen Clanratten dazu weiter zu kämpfen, da den fliehenden ein weitaus schlimmeres Schicksal wiederfahren würde als nur der Tod. Der Kampf mit diesem berittenen Mensch vereinnahmte ihn sehr und er musste auch schon den ein oder anderen Schlag einstecken, aber so leicht gab er nicht auf. Lusch Blitzseher erkannte die Situation und schluckte noch mehr Warpstein um seinen Zauber zu verstärken, jetzt durfte nur nichts schief gehen. Andernfalls würde es nach gebratener Ratte riechen. Zu seinem Glück war er noch konzentriert genug und ließ ein Warpgewitter auf den menschlichen General nieder. Es war zwar nicht so stark wie erhofft, aber davor konnte die goldene Rüstung diesen Menschen auch nicht schützen.

Die restlichen Clanratten eilten Skar Ringelschwanz zur Hilfe genauso wie das Doomflayer Weapon Team. Mit so vielen Gegnern hatte der Strahlemann nicht gerechnet und man sah im an, dass er unter der Flut aus Zähnen, Metall und Krallen zu wanken begann.
„Lasst die Stormfiends los!“ brüllte Skar und kurz darauf erhoben sich diese Mischungen aus Metall und Ratte hinter den feindlichen Linien. In Skars Augen waren sie die wohl beste Erfindung des Clan Skryre. Gerade als er sich sicher war, sein Plan würde aufgehen hörte er ein schrilles Schreien.

Er wusste sofort was passiert war. Es waren Warnschreie von Gryphhounds. Diese verdammten Menschendinger hatten also mit einem Hinterhalt gerechnet und haben diese stinkenden Mischwesen als Wachhunde aufgestellt!

Von den Warnschreien der Gryphhounds alarmiert bezogen die Vanguard Raptors Stellung und beschossen Stormfiends mit einem Sturm aus Bolzen. Der erste Stormfiend wurde Regelrecht durchlöchert und fiel binnen Sekunden zuckend zu Boden, mit dutzenden Bolzen in Körper und Schädel. Ein weiterer Stormfiend war schwer verwundet und schleppte sich noch langsam voran während Bolzen in seinen Beinen und seiner Brust steckten. Blut troff aus dem Maul der Kreatur und mit jedem weiteren Schritt sah es so aus als würde sie unter der Last ihres eigenen Körpers und aufgrund der schweren Verletzungen zusammenbrechen.

Die Schreie der Verwundeten erfüllten die Luft. Der metallische Geruch von Blut drang in Skars Nase und ließ ihn erschaudern. Dennoch umspielte ein kaltes Lächeln seine Schnauze. Diese Schlacht schien doch nicht so schnell entschieden zu sein wie vorher gedacht.

Unter dem beständigen stechen und kratzen der Clanratten und des Doomflayer- Weapon- Teams wankte der berittene Stormcast immer mehr. Skar entdeckte eine Lücke in der Verteidigung seines Widersachers, als dieser ausholte um einige Clanratten niederzustrecken und stieß seine Klinge zwischen dessen Rüstungsplatten. Der Strahlemann fuhr in einem grellen Lichtblitz Richtung Himmel auf und Skar und die umstehenden Clanratten wurden von der Wucht von den Beinen gerissen.

Nachdem er sich wieder aufgerappelt hatte, verschaffte sich Skar einen Überblick. Die Abomination war nachwievor nicht klein zu kriegen und schickte einige der Strahlemänner zurück zu ihren Schöpfer. Damit war die Linke flanke gesichert. Einzig die rechte Flanke gab ihm Grund zur Sorge, da dort das Doomwheel Probleme hatte in dem unwegsamen Gelände voran zu kommen.

Der Sturm flaut ab ( Runde II)

Invictus konnte es, nein, wollte es nicht glauben. Vandus Hammerhand war gefallen. Er wusste als der Lichtblitz aufschoss und die Seele seines Bruders im Kampfe zurück nach Azyrheim schickte, wo sie dann neugeschmiedet wurde. Ebenfalls waren fast alle Retributors gefallen, wodurch die rechte Flanke so gut wie schutzlos war. Er ermutigte seine Liberators mit einem Schrei, auf das sie den nahenden Feind niederschmettern würden.

Das Doomwheel, welches sie erblickt hatten, schien Sigmar sein Dank, Probleme mit dem Untergrund zu haben, wodurch es nicht seine komplette tödliche Kraft ausnutzen konnte. Invictus nutzte diesen Vorteil und warf dem Doomwheel einige seiner Hämmer entgegen, um die linke Flanke zu befreien. Unterdessen schossen die Raptors weiter auf die Stormfiends, womit sie den bereits beinahe ausgebluteten Stormfiend den Gnadenschuss gaben. Der letzte Stormfiend wurde schwer an Hals und Kopf verwundet und überlebte den Bolzenhage nur knapp.

Entmutigt aber standhaft ließe die andere Einheit Raptors Bolzen um Bolzen auf die Abomination los. Die Geschosse blieben jedoch wirkungslos in dem mutierten Fleisch stecken.

Der Lord Celestant kämpfte Seite an Seite mit seinen Liberators, vermochte es aber nicht diese teuflische Kriegsmaschine zu zerstören, bevor die Besatzung Ihm eineige kleine Wunden beibrachten.

Währenddessen wagte sich einer der Gryphhounds vor und versuchte dem letzten Stormfiend mit seinem scharfen Schnabel den Bauch aufzureißen, seine schnellen Angriffe liefen jedoch ins Leere und er zog sich schnell wieder zurück.

Nagt, nagt immer mehr!

„Wir schaffenes, ja-ja wir schaffen es“ giggelte Skar Ringelschwanz nachdem er sich vom Kampf mit dem berittenen Strahlemann erholt hatte. „ Los-los, ihr Ratten! Vorwärts und zerreißt mir diese feigen Schützen!“ . Diesen Befehl auf den Lippen marschierte er mit den Clanratten in Richtung der Vanguard- Raptors um diesen elendigen Geschosshagel endlich ein Ende zu setzen. Lusch Blitzseher lief in einiger Entfernung mit, um, falls nötig, mit seiner Zauberei ein wenig zu unterstützen. Die Abomination zerfetzte noch den letzten Retributor, wodurch die Flanke der Menschen brauch lag.

Skar konnte den Sieg schon wittern, al er auf einmal eine Explosion zu seiner Rechten hörte. Schreie erklangen. Das Doomwheel wurde zerstört! Verdammt- Mist! Zu früh! Er hatte gehofft, es würde ihm die Flanke etwas länger frei halten. Aber vielleicht hatte es ja genug Schaden angerichtet. Der aus mehreren wunden stark blutende Stormfiend traute sich aus Angst vor einem weiteren Bolzenhagel nicht weiter voran.

Mehr-mehr Tod ( Runde III)

„Ja-ja, wir haben die Oberhand! Besiegen-töten werden wir die Strahlemänner! Die gehörnte Ratte wacht über uns!“, schrie Skar seinen Gefolgsleuten zu, berauscht von dem greifbaren Sieg und der Aussicht auf fette Beute.
Schwer verwundet wälzte sich die Abomination langsam voran, der letzte Stormfiend versuchte sich ebenfalls humpelnd weiter voran zu bewegen. Lusch zauberte ein Schild auf die Abomination um sie vor weiterem Beschuss zu schützen und verkroch sich in einer nahen Ruine. Die Clanratten schmissen sich den Raptors entgegen und versuchten so viel Schaden wie möglich anzurichten. Es kamen jedoch nur wenige Stiche und Hiebe an den Platten der goldenen Rüstungen vorbei. Zu Skars Glück waren die Armbrustschützen alles andere als gute Nahkämpfer und haben nur einige wenige Ratten ausgeschaltet, was bei einer solchen Masse keinen Unterschied machte, Einige Meter entfernt brach der verwundetet Stormfiend beim Versuch anzugreifen zusammen. Skar schnaubte vor Wut, aber er würde sein Ziel auch ohne den Stormfiend oder die träge Abomination erreichen.

Die Ruhe vor dem Sturm

„Schnell zurück! Wir müssen unsere Brüder schützen!“ Lord Celestant Invictus trieb seine Liberators zur Eile an. Sie mussten so schnell wie möglich zurück, andernfalls waren die Raptors, und damit wahrscheinlich die ganze Schlacht verloren. Die Liberators marschierten gut voran. In seiner Eile strauchelte der der Celestant über den unebenen Waldboden und landete im Morast. Fluchend kam er auf die Beine und befreite ungeduldig seine goldene Rüstung von Schlamm und Blättern.

Er schloss für einen Moment die Augen und dachte an Vandus Hammerhand und all seine gefallenen Gefolgsmänner. Mit einem Schrei der Wut und Trauer verdoppelte er seine Anstrengungen, zum Schlachtgeschehen auszuschließen.

Die Raptors schossen auf alles, was sich bewegte und schalteten damit weitere Skaven aus. In ihrer Rage trampelten die Skaven ihre niedergeschossenen Kameraden einfach nieder. Ein Gryphhound versuchte einen weiteren Angriff gegen den Stormfiend, erneut erfolglos, woraufhin er sich schützend zwischen die Raptors und das angreifende Doomflayer- Weapon- Team bewegte.

Ein letzter Adlerschrei zerschnitt die Luft, bevor die Clanratten ihn überrannten. Das Weapon Team hatte freie Fahrt, die Raptors anzugreifen. Der verbliebende Gryphhound griff nun den Stormfiend an um mit einem schnellen Biss seines Schnabels das elende Leben dieser Kreatur zu beenden.

Noch mehr Menschendingers?! ( Runde IV )

Skar konnte sich kaum halten. Endlich war ein Teil dieser Armbrustschützen tot. Gut, er hatte fast alle sein Clanratten dabei verloren, aber was hatten diese Menschen denn jetzt schon noch?
Und da hörte er es. Das Getrampel von stählernen Stiefeln, die sich näherten. Verdammt! Das Doomwheel hatte fast keinen Schaden angerichtet! Er musste sich schnell etwas einfallen lassen!

Er entschied, sich den neuen Angreifern zu stellen und scharte die verbliebenen Clanratten und das Doomflayer-Weapon-Team um sich.Die Abomination würde sich sicherlich um die verbliebenden Schützen kümmern, auch wenn diese immernoch schleppend voran kam, wodurch sie ein gutes Ziel bot

Im Namen Sigmars!

„ Sigmar sein Dank, sie wenden sich uns zu.“ Invictus atmete erleichtert auf, da die Raptors vorerst gesichert waren. Es schmerzte ihn jedoch, dass sie zu spät waren um die andere Einheit vor den Ratten zu schützen. Er schmetterte kraftvol einige Hämmer und schickte damit mehrere der angreifenden Clanratten zu Boden bevor er und seine Liberators sich auf den Feind stürzten.

Die Raptors ließen einen letzten Hagel aus Bolzen auf die Abomination herabregnen und erlösten das mutierte Fleisch von seinen Qualen. Der Heerführer der Skaven hatte sich den Liberators zugewandt, als ihn ein verirrter Bolzen in den Rücken traf. Die Eisenspitze bohrte sich in seinen linken Lungenflügel, ein Schwall von Blut erstickte den überraschten Schrei. Röchelnd brach er zusammen.

Die führerlosen Skaven kämpften wild und entschlossen. Weitere Blitze zuckten zum Himmel Hinauf, jeder die Seele eines gefallenen Liberators. Invictus spürte jeden Blitz wie ein Messer, das durch seine aufgewühltes Inneres schnitt. Als Triumphrufe und Hammerschläge auf Schilden an seine Ohren drangen, schloss er mit einem Seufzer die Augen. Die letzten Clanratten waren gefallen. Erleichterung durchströmte ihn, mischte sich mit seiner Wut, seiner Trauer und seinern Schmerzen. In einem Sturm der Gefühle gefangen, warf der Lord Celestant den Kopf in den Nacken, brüllte in seiner Qual in den Himmel und spaltete mit einem gewaltigem Hieb beide Ratten des Doomflayer-Weapon-Teams.

Tötet-tötet, oder flieht-rennt ( Runde V)

„Nanu? Wo sind denn alle?“ Lusch Blitzseher erwachte aus einem Warpsteinrausch und sah sich um. Alles war voller toter Skaven, inmitten der Körper sah er Skar Ringelschwanz mit einem Bolzen im Rücken noch seine letzten Zuckungen duchleben. Zu seiner linken hörte er das irre Gackern von Packmaster Schrieek, der neben dem Leichnam der Abomination hockte und offenbar den Verstand verloren hatte.

Was sollte er nun tun? Weglaufen, in der Hoffnung nicht verfolgt zu werden und sich einem anderen Heerführer anschließen? Oder doch lieber kämpfen-töten? Er entschied sich dafür zu kämpfen. Was hatte der Feind ihm schon entgegenzusetzen? Er war er Meister der Warpblitze, er würde alle rösten-brutzeln! Lusch warf sich eine Hand voll Warpsteine in den Mund und entfesselte einen Warpblitz auf die anrückenden Strahlemänner.

Obwohl der Zauber sein Ziel traf, prallte er beinahe wirkungslos an Sigmars goldenen Rüstungen ab. In diesem Moment geschah, was Skar Ringelschwanz schon lange erwartet hatte. Getragen von einer Welle aus Angst gelangten die Warpsteinsulfite schneller als sonst in Luschs Blut, rissen alle Schranken nieder und zermahlten sein Gehirn zu grauen Brei. Jeder Art der Wahrnehmung und Gedanken beraubt, torkelte der Warlock Engineer aus seinem Versteck, schoss wahllos Blitze in alle Richtungen und drosch wie im Wahn auf die Liberators ein. Er sah den Hammer nicht kommen und spürte auch keinen Schmerz, als die Dunkelheit ihn umfing.

Sieg, wenn auch bitter

Müde sah sich Lord Celestant Invictus um. Die letzte Ratte zuckte noch einmal, sie hatten gesiegt. Aber es war ein knapper, hart umkämpfter Sieg. Er musste an all die Seelen denken, die jetzt auf Sigmars Amboss neu geschmiedet wurden. Ein Schicksal, dem keiner von ihnen entrinnen konnte. Er blickte auf den Wahnsinnigen Zauberer hinab und neidete ihm fast die Freidlichkeit des Todes. Mit einem Ruck drehte er der Szenerie den Rücken zu. Noch einmal würde er die Skaven nicht unterschätzen.

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